ZUSTÄNDE WIE BEI DEN ROLLING STONES
Bis zu 12.000 Besucher zählte man in Südamerika pro Konzert, das Publikum tobte, stundenlang wurden Autogramme geschrieben, sogar Weggeworfenes wurde von Fans als Souvenir aufgehoben.

In Südamerika erlebten die jungen Musiker Zustände wie bei den Rolling Stones. Das enorme Interesse der Bevölkerung für das Ambassade Orchester Wien veranlasste Rundfunk und Presse, täglich von den Auftritten und vom Privatleben der Künstler zu berichten und den grenzenlosen Enthusiasmus der Zuhörer während der 24 Open Air Konzerte festzuhalten. Auch der ORF ließ es sich nicht nehmen, die Musiker durch Uruguay zu begleiten. Das Repertoire erstreckte sich von Mozart und Brahms bis hin zur Familie Strauß. Höhepunkte des Programms waren jedoch stets der Tango "La Cumparsita" und die Eigenkomposition "Uruguay".

Besondere Schlagzeilen löste auch ein Zwischenfall eines Inlandfluges aus. Einige Minuten nachdem die Musiker am Airport Salto/Uruguay das Flugzeug verlassen hatten, wurde es durch eine gewaltige Explosion vollständig zerstört.

Über die Unfallursache wurden bald wilde Spekulationen verbreitet und für die folgenden Konzerte stellte man eigens Polizeischutz für das Orchester bereit.